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Prof. Dr. Alfred Vogel wurde am 2. November 1926 in [[Eisgrub]] geboren.
 
Prof. Dr. Alfred Vogel wurde am 2. November 1926 in [[Eisgrub]] geboren.
  

Version vom 5. März 2009, 09:11 Uhr

Alfred Vogel

Prof. Dr. Alfred Vogel wurde am 2. November 1926 in Eisgrub geboren.

Seine Kindheit verbrachte Vogel in Pulgram, wo er auch zur Volksschule ging. Nach der Bürgerschule in Eisgrub besuchte er das Gymnasium in Nikolsburg. Ab 1943 war er Luftwaffenhelfer in Pilsen und kämpfte ab 1944 in der Wehrmacht in Italien und an der Ostfront. Nach einer schweren Verwundung verlor Vogel seinen Daumen, was ein schwerer Schlag für den Musiker war. Nach der Kriegsgefangenschaft zog er nach Baden, wo seine Eltern nach der Vertreibung eine neue Heimat fanden.

Im Jahre 1947 machte er sein Abitur am Realgymnasium in Buchen. Danach begann er zu studieren und beschloß das Staatsexamen mit ausgezeichneten Noten. Ab 1951 trat er in Heidelberg in den Schuldienst, machte aber bis 1965 ein Zweitstudium in Pädagogik, Geschichte, Germanistik, Geographie und Philosophie. Danach wurde er zuerst Assistent, dann Dozent und schließlich Professor an der Pädagogische Hochschule. Von 1969 bis 1974 war er Leiter der Schulpraktischen Abteilung im Kulturministerium. Aus gesundheitlichen Gründen trat Prof. Dr. Vogel 1984 in den Ruhestand.

Seine Arbeitsschwerpunkte waren die Allgemeine Didaktik, Gesundheitserziehung in der Schule und Didaktik der Alten- und Krankenpflege. Aufgrund seiner Tätigkeiten in dem Gebiet der Volksbildung auf nationaler und internationaler Ebene erhielt Vogel das Bundesverdienstkreuz.

Für seine Landsleute begann er alle wissenswerte Fakten für eine Chronik der Gemeinde Pulgram zu sammeln. Er durchstöberte Archive und Bibliotheken in Nikolsburg und Brünn. Vogel verband die Geschichte der Ortschaft mit der Welt- und Regionsgeschichte. Weiters wollt er durch Fotos, Karten und Textdokumenten auch die Jugend erreich um deren Desinformationen und Geschichtslücken zu füllen.

Vogel hielt auch Vorträge über die Beziehungen zwischen Deutschen und Tschechen bei Südmährertreffen und brachte diese in politische und geschichtliche Zusammenhänge.

Aufgrund seiner Verdienste erhielt er im Jahre 2002 den Prof.-Josef-Freising-Preis verliehen.


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